Castello
Das frühere religiöse Herz der Lagunenstadt fasziniert noch heute mit der mächtigen Kirche Santi Giovanni e Pablo und der Vivaldikirche La Pietà, sowie mit der Uferpromenade Riva degli Schiavoni und dem Arsenal, der einst größten Schiffswerft der Welt.
Die einstige Befestigungsanlage, die Castello den Namen verlieh, wurde ersetzt durch die Kirche San Pietro.
Ab dem 9. Jahrhundert fungierte sie als Bischofssitz. Später war sie Venedigs Kathedrale, bevor sie im Jahr 1807 in ihrer Stellung vom Markusdom abgelöst wurde.
Das Arsenal, in dem Werften die Schiffe für die venezianische Handelsflotte bauten war wirtschaftliches Zentrum des Stadtteils Castello.
Uferpromenade Riva degli Schiavoni
Die beliebte Flaniermeile lädt Besucher mit unzähligen Straßencafes und Souvenirshops ein. Bereits seit 600 Jahren wandelte man am südwestlichen Ufer des Stadtteils Castello über die Pflastersteine der Riva degli Schiavoni, die einen unvergleichlichen Blick über die Lagune auf die vorgelagerte Insel San Giorgio Maggiore freigibt.
Wo früher die Barken aus Dalmatien anlegten und Gondeln die Einheimischen über die Kanäle brachten, herrscht auch heute noch reges Treiben. Am westlichen Ende der Riva degli Schiavoni, nahe des Markusplatzes und den Anlegestellen der Vaporetti, flanieren Besucher und bieten Bootsbesitzer ihre Dienste an.
Santi Giovanni e Pablo
Sie gilt als der Pantheon Venedigs, denn in ihr wurden zahlreiche Dogen beigesetzt. Die monumentalen Grabmäler wie etwa das von Pietro Mocenigo zeugen noch heute von dem einstigen Reichtum der Stadt.
Der Dominikanerorden errichtete im 13./14. Jahrhundert die Santi Giovanni e Pablo, die sowohl durch ihre Weite, als auch durch ihre architektonische Klarheit fasziniert. In ihrem Inneren birgt die Gotikkirche herrliche Kunstwerke von Veronese und Bellini.
La Pieta – Vivaldis Kirche
Die Klänge des venezianischen Meisters der Barockmusik, Antonio Vivaldi, gehören untrennbar zu dieser anmutig und klar gestalteten Kirche. Zahlreiche Musikstücke schrieb Vivaldi in diesem früheren Waisenhaus, in dem er zwischen 1703 und 1741 als Lehrer und Chorleiter tätig war.
Heute werden die Werke von Vivaldi regelmäßig bei Kerzenschein und unter den strahlenden Fresken der Kirche La Pietà aufgeführt
Die Kirche aus dem 15. Jahrhundert wurde um 1750 neu errichtet. Ihre klassizistische Fassade erhielt sie erst mit Beginn des 20. Jahrhunderts.
Neben diesen berühmten Kirchen des Stadtteils Castello lohnen auch die Kirchen San Zaccaria und die San Giorgio dei Greci mit ihrem auffallend schiefem Turm einen Besuch.
Die Keimzelle der See- und Handelsmacht war zweifellos das Arsenal der Stadt. In dieser einst größten Schiffswerft weltweit wurden die Langschiffe der venezianischen Flotte angefertigt und repariert. Im 16. Jahrhundert arbeiteten hier bis zu 16000 Menschen.
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